Mittwoch, 7. September 2016

Königin Alexandrine von Dänemark



Alexandrine Auguste, Herzogin zu Mecklenburg-Schwerin (* 24.12.1879 in Schwerin; + 28.12.1952 in Kopenhagen) war durch Heirat Kronprinzessin und von 1912 bis 1947 Königin von Dänemark sowie Königin von Island von 1918-1944.



Alexandrine war die älteste Tochter des Großherzogs Friedrich Franz III. Von Mecklenburg-Schwerin (1851-1897) und dessen Ehefrau, der Großfürstin Anastasia Michailowna Romanowa (1860-1922), sowie Urenkelin des russischen Zaren Nikolaus I.



Alexandrine wuchs zusammen mit ihren Geschwistern Friedrich Franz und Cecilie im Schweriner Schloss auf. 



Wegen des schlechten Gesundheitszustandes ihres Vaters hielt sich die Familie außerdem in Italien und vor allem im französischen Cannes auf. Auch in Russland, dem Heimatland ihrer Mutter, verbrachte Alexandrine regelmäßig Zeit.

Sie erhielt eine umfassende Bildung. Neben Deutsch und Russisch, den Muttersprachen ihrer Eltern, sprach sie sehr gut Französisch und Englisch.

In ihrer Erziehung spielte Sport eine große Rolle; sie lernte unter anderem Tennis, Golf, Rudern und Segeln.

Am 26.04.1898 heiratete sie in Cannes den dänischen Kronprinzen Christian X. Aus dem Hause Glücksburg, den ältesten Sohn von König Frederik VIII.



Aus dieser Ehe, die allen Berichten zu folge als harmonisch galt, gingen 2 Söhne hervor:



Frederik (IX.) ( 1899-1972) – Prinzessin Ingrid von Schweden (1910-2000)
Knud Christian (1900-1976) – Prinzessin Caroline Mathilde von Dänemark (1914-1995)



Ihre Enkelkinder sind die regierende dänische Königin Margarethe II., die ehemalige griechische Königin Anne-Marie, Prinzessin Benedikte zu Say-Wittgenstein-Berleburg, Prinzessin Elisabeth zu Dänemark, Ingolf Graf von Rosenborg, sowie Christian Graf von Rosenborg (+2013).




Alexandrine füllte ihre repräsentative Rolle voll aus. Gemeinsam mit ihrem Mann unternahm sie Reisen in alle dänischen Landesteile und besuchte auch die dänischen Außengebiete Grönland, Island und die Färör.
Die bis heute stattfindende jährliche Dänemark-Rundreise der Königsfamilie auf der Yacht Dannebrog wurde durch Christian X. Und Alexandrine begründet. Alexandrine taufte das Schiff 1931.




Es gibt keinen Hinweis darauf, dass Alexandrine je politischen Einfluss gesucht hat.
Ihr Wirken konzentrierte sich auf die damals schon lange üblichen Bereiche der Wohltätigkeitsarbeit. Hierfür zeigte sie großes Interesse und nahm lebendig Anteil.



Ihre Begeisterung für Musik zeigte sie als Schirmherrin der Musikforenigen i Köbenhaven und der Danske Richard Wagner-Forening.



Während der deutschen Besatzung im 2. Weltkrieg wurde die Königsfamilie zu einem nationalen Symbol, und Alexandrine zeigte sich uneingeschränkt loyal.



Die Bevölkerung begegnete Alexandrine in der Zeit danach deshalb mit besonderer Herzlichkeit.
Schloss Amalienborg diente Alexandrine und Christian als Kopenhagener Residenz.
Viel Zeit verbrachten sie außerdem auf Schloss Sorgenfri in Lyngby bei Kopenhagen. Hier kamen auch ihre beiden Söhne zur Welt.

Schloss Sorgenfrie
Weitere Residenzen lagen in Jütland: in Aarhus stand ihnen Schloss Marselisborg zur Verfügung, das für sie erbaut wurde, als sie noch Kronprinzenpaar waren.
In Skagen ließen sie das kleine Schloss Kitgarden errichten.




Als der König 1947 starb, behielt Alexandrine als erste in der dänischen Geschichte ihren titel als Königin und musste sich nicht als Königinwitwe bezeichnen, wie es der bisherigen Etikette entsprochen hätte.
Alexandrine hielt sich in ihren späten Jahren immer länger auf Schloss Marselisborg in Jütland auf.
Sie blieb bis zu ihrem Lebensende sehr aktiv und setzte ihre Arbeit als Schirmherrin und ihr wohltätiges Engagement fort.



Königin Alexandrine starb am 28.12.1952 nach längerer Krankheit und wurde am traditionellen Begräbnisort der königlichen Familie im Dom von Roskilde bestattet.



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